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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Trauer
An Eurem Grab

An Eurem Grab
Unter grünem Blättermeer seh ich sie verbleichen
Schwarz ist der Stein, den schlichte Lettern tragen
Lese eure Namen; tief im Herzen tausend Fragen
In meinen Träumen aber kann ich euch erreichen.
Dort kann ich euch begegnen, mit euch sprechen,
Schau in Gesichter und in Mimik die ich oft gelesen,
Noch ungeboren, seid ihr um mich besorgt gewesen,
Als man mich wegnahm, mussten eure Herzen brechen.
Ich denk so oft an euch, sehne mich zurück in jene Zeit,
In jene Kindheitstage, die ich konnt bei euch verbringen.
Ihr brachtet mir das Beten bei, das Lesen und das Singen
Wenn undankbar ich war, glaubt mir ich habe es bereut.
Lasst uns im Leben nicht am Grab die Blumen schenken,
Ein Herzenswunsch von euch, den ich hab umgesetzt im Leben,
Auch hab verstanden ich, wie schön auf Nehmen reichlich Geben
Was ihr mich lehrtet wird mein Leben stets in rechte Bahnen lenken!
Urheberrecht Celine Rosenkind
22.11.2009, 18.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Mein Lied

Mein Lied
Vor langer Zeit sang ich ein Lied,
Die Melodie ging mir leider verloren.
Den Text auf einer Wiese ich schrieb
In der Kälte des Alltags ist es erfroren.
Fort ist der Garten wo ich es gesungen,
Wie auch das Haus, was ich Heimat genannt.
Vergeblich hab ich mit dem Vergessen gerungen,
Was mir blieb, wird wohl Heimweh genannt.
Mein Herz sucht Zuflucht, trauert im Traum
In vergilbten Fotos versteckt Erinnerungen.
Dort seh ich mich unter dem knorrigen Baum,
Denn da habe ich es als Kind stets gesungen.
© Celine Rosenkind
22.11.2009, 18.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Lebenszeit
Lebenszeit
Wie ich sie hasse, diese weißen sterilen Räume,
in diesen kasernenartigen Bauten, die man Hospiz nennt.
Nun liegst du hier, hilflos mit großen flehenden Augen
in welchen ich lesen kann wie in einem Buch was so vertraut.
Warum hast du nicht auf mich gehört, würde ich dich jetzt so
gerne fragen obwohl ich doch weiß, wie sinnlos das wäre.
Immer bist du durch das Leben gerannt, auf der Jagd nach Geld
und Ruhm. Zeit zum leben, hast du dir niemals genommen, nein
du hast das was man Leben nennt, nicht begreifen wollen.
Wie ich sie hasse, diese weißen sterilen Räume
in diesen kasernenartigen Bauten, die man Hospiz nennt.
Nun sitze ich an deinem Bett um deine welke Hand zu halten
und ich lese dir vor von Sonnenuntergängen die du nie bewundert,
von Gefühlen die wir Menschen Liebe nennen, von all jenen Dingen
für die du dir nie Zeit genommen. Deine Bemühungen zu reden treiben
mir Tränen in die Augen während ich deine sanft trockne.
Was würde ich dafür geben wenn ich nur ein wenig Zeit - Lebenszeit für
dich borgen könnte.
Wie ich sie hasse, diese weißen sterilen Räume
In diesen kasernenartigen Bauten, die man Hospiz nennt.
Wie gerne hätte ich dir alles gesagt was ich mich nie getraut denn
gewichen ist die Angst welche mir jahrelang die Kehle abschnürte.
Gewichen wie der Ausdruck in deinem Gesicht welcher rechthaberisch,
höhnisch und zynisch Gespräche im Keim erstickte.
Wie hilflos du aussiehst und ängstlich. Das warten auf den letzten Atemzug
ist unerträglich – von dir heiß ersehnt, gefürchtet von mir.
Wie ich mich hasse, dass ich diese Verschwendung zugelassen habe.
Eine ganze Lebenszeit geht ungenutzt dem Ende entgegen.
Ein tiefer Seufzer reißt mich aus meinen Gedanken.
Ich schließe dir die Augen und öffne das Fenster um deine Seele fliegen zu lassen mit
den Worten: “Wir sehen uns in einem anderen Leben!“
Urheberrecht Celine Rosenkind

22.11.2009, 17.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Auf den Gräbern

Auf den Gräbern…..
Auf den Gräbern leuchten Kerzen
vom Tal her mahnt der Glocke Klang
wir tragen Trauer in unseren Herzen
für all Jene die uns gingen voran
Besuchen die letzten Ruhestätten
wo Menschen nun schlafen die wir geliebt
wünschen dass wie sie wiederhätten
weinen weil Gott sie zu sich rief
Am Himmel ziehn vom Wind getragen
die grauen Wolken gemächlich dahin,
es ist mir, als hörte ich sie uns fragen
ob wir vergessen den Lebenssinn
Wir haben nur leblose Hüllen begraben
die Seelen flogen zum Schöpfer zurück
wenn wir es im Herzen begriffen haben
erkennen wir auch im Tod Sinn und Glück
Auf den Gräbern leuchten Kerzen
vom Tal her mahnt uns der Glocke Ruf
entzündet die Lichter in euren Herzen
akzeptier twenns auch schwerfällt des Herrgotts Entschluss
© Celine Rosenkind
22.11.2009, 17.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Meine Ich AG

Meine Ich AG
Meine Ich AG,
hat heute Konkurs angemeldet.
Der Saldo meiner Gefühle steht schon lange im Soll.
Frage mich nicht, wann es begonnen hat,
dieses lautlose Sterben meiner Seele.
Wenn ich darüber nachdenke,
war mein Frühwarnsystem doch intakt.
Ich habe sie zu lange verdrängt
diese Warnsignale
meiner Seele.
Ich habe den Clown gespielt um Euch,
die ich so sehr liebe, keinen Kummer zu bereiten.
Eure Sorgen machte ich zu meinen Sorgen,
Eure Tränen vermochte ich zu trocknen um sie
ganz unbemerkt in einer kleinen Ecke
für Euch zu weinen.
Ich habe zu lange gegen Windmühlen gekämpft,
meine Träume verteidigt und mein Leben verschenkt,
an den Mann den ich liebe,
meine Kinder die ich geboren habe,
meine Werke die nicht jedem gefallen,
meinen Gott, den ich manchmal anzweifele,
meine angeblichen Freunde!
Ich habe versucht, diese Welt zu verstehen,
Antworten gesucht auf diese Grausamkeiten,
zu denen Menschen fähig sind.
Nichts habe ich unversucht gelassen, um etwas zu bewirken!
Jetzt bin ich müde, ausgelaugt, hoffnungslos und leer.
Meine Seele ist ausgebrannt,
meine Augen haben keine Tränen mehr!
Meine Ich AG, hat heute Konkurs angemeldet
und
ich habe sie alle entlassen müssen,
meine Gefühle.
Urheberrecht Celine Rosenkind
18.07.2009, 15.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL
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Nicht nur
nach Kalendertagen
planen,lachen,
lieben,scherzen,
lasse dich
durchs Leben tragen,
mit Datenspeicherung
im Herzen
© Celine Rosenkind
Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen
© Celine Rosenkind

Ganz privat erlebt man mich :

Gefühle muss man sorgsam hegen
mit Liebe wie mit Ehrlichkeit
es ist ein gar aufwendiges Pflegen
doch sicher ist´s es lohnt die Zeit
©Celine Rosenkind

Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
© Celine Rosenkind


in Tagen: 434
















